



Das Territorium des Valpolicella ist aus geografischer Sicht klar definiert. Es beansprucht den westlichsten Sektor des lessinischen Plateaus und besteht aus den Tälern von Fumane, Marano und Negrar, der Ebene seitlich des Verlaufs der Etsch, sowie der Berge die bis zum Monte Pastello und Pastellatto bis zum Zusammenfluß des Vajo della Marciora und den des Falconi der bis in die Nähe des Ponte di Veja reicht.
Als nördlichste Grenze wird der Corno d’Aquilio (1517 m) und die Etsch als die südwestlicheste angesehen. Im Osten ist es der Grat der Sassinischen Berge, Comun, Tondo und Loffa, der das Valpolicella von Valpantena und von der Hügelgegend von Quinzano und Avesa trennt.
Aus geschichtlicher und geografischer Sicht erstreckt sich das Territorium des Valpolicella auf die Gemeinden von Fumane, Marano di Valpolicella, Negrar, Pescantina, Sant’Anna d’Alfaedo, Sant’Ambrogio di Valpolicella, San Pietro in Cariano und auf die Siedlung von Parona in der Gemeinde von Verona sowie von Volarne in der Gemeinde von Dolcé.
Im ganzen Valpolicella herrscht insgesamt ein mildes Klima, da es im Norden von den lessinischen Ausläufern der Alpen und im Süden von einer guten Hügellage geschützt wird. Die Landschaft ist mediterran mit einer großen Präsenz von Zypressen und Olivenbäumen.
Die jährlich Niederschlagsmenge liegt bei durchschnittlich 850 mm in der Ebene (bis zu 100 M.ü.M.) und bei 1200 mm in der Hügellage (von 500 – 700 M.ü.M.); sowie in bei 1000 mm in den Bergen.
In der vegetativen Periode der Reben, von Mai bis September, beträgt die Temperatur mindestens durchschnittlich zwischen 12° und 15° Grad Celsius, maximal liegt sie zwischen 23° und 30° Grad. Während der Wintermonate dominieren die Winde aus nordöstlicher Richtung (Bora oder Griechenland), die überwiegend kalt und trocken sind. Während der Wind aus südöstlicher Richtung (Scirocco) warm und feucht ist. Im Sommer kann man neben den Brisen aus den Bergen und des Tals - Garanten für ein stabiles Wetter mit einem freundlichem Himmel - nach heftigen Gewittern, Winde aus westlicher und nordwestlicher Richtung festmachen. Im Frühling und im Herbst variieren diese Winde sehr. Eine Ausnahme ist jedoch der Föhn, ein typischer Winterwind der aus dem Norden kommend, trocken und mild weht.
Diese kurze Einführung reicht bei Weitem jedoch nicht aus, um den mikroklimatischen Verlauf und seinen Einfluß auf den Wein in dieser Zone zu definieren, aber aus Sicht der Anbauhöhe kann man sagen, daß das höher gelegene Valpolicella (von 350 bis 500 M.ü.M) eine gleichbleibendere Produktion reich an Polyphenolen und Antioxidantien im Gegensatz zu dem
in der Hanglage angebauten Wein hat.

















