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Cantina di Negrar
Domini Veneti
FIRMA: GESTERN

Die Cantina Sociale Valpolicella wird im Jahr 1933 gegründet. Einem aus politischer und ökonomischer Sicht unruhigem Jahr und eine undankbare Zeit für den Weinanbau: Die Reblaus hatte in den Weinbergen des Veneto gewütet und da nebenbei auch eine große Getreideknappheit herrschte, entschieden sich viele Winzer in den Gemeinden um Valpolicella herum, dazu, Weizen anzubauen.
In dieser wirtschaftlich unsicheren Zeit, fühlten sich 6 ehrbare Herren, die an ihr Terrain und ihren Wert glaubten, quasi von den vermeintlich „schlauen Industriellen“, die nur ihren wirtschaftlichen Vorteil sahen und sich im Valpolicella einkauften um so schlechten Wein, den sie mit einigen wenigen lokalen Trauben und sehr vielen importierten Trauben herstellten, bedroht, und beschlossen sich zu vereinen um gemeinsam dagegen vorzugehen.
So trafen sich dann am 23. August 1933 Gaetano Dall’Ora, Carlo Vecchi, Giovanni Battista Rizzardi, Marco Marchi, Pier Alvise Serego Alighieri und Silvio Graziani im Büro des Notars Francesco Betteloni in Verona um di Cantina Sociale Valpolicella zu gründen.
Die Basis dieser Vereinigung basierte natürlich auf den wirtschaftlichen Vorteilen, aber auch auf dem Stolz Wein von großem Potenzial, da eine antike Tradition, herzustellen. Ferner war man sich bewußt, daß man sich nur gemeinsam, die Kräfte vereinend, auf innovative technologische Systeme und neue Produktionstechniken verlassen konnte. Diese waren auch erforderlich, um die Eigentümlichkeit und Qualität der Veroneser Weine zu schützen, aber auch ihre Vermarktung auf die ganze Welt auszudehnen. Die sechs „kleinen Produzenten“ hatten sich von Anfang an richtig entschieden, die großen Keller und Industrieanlagen der Villa Novare anzumieten und den produzierten Wein direkt abzufüllen. Die großen Erfolge ließen nicht lange auf sich warten; die Kellerei machte sich 1935 bei den Internationalen Weinausstellungen in Sienna und Brüssel einen Namen.
Der größte Erfolg dieser Zeit war jedoch die “Taufe” des Amarone, als Folge eines Zufalls erzählt, in Wirklichkeit Frucht einer guten Intuition wie sich die Weine des Valpolicella und die Geschmäcker der Schätzer dieser Weine verändern und entwickeln würden.
Den zweiten Weltkrieg überstanden, begann die Wiederaufnahme der Landwirtschaft im Valpolicella, im speziellen die des Weinanbaus. Im Jahr 1948 gab die Kellerei 30 Mitarbeitern Arbeit und vinifizierte 12.000 Zentner Trauben. Nach einem zeitgleichen Umzug von der Villa Novare nach San Vito di Negrar, vereinte man sich im Jahr 1957 mit einer anderen lokalen Genossenschaft (Cantina Produttori della Valpolicella) und
man zog in die heutigen Räumlichkeiten am Ortseingang von Negrar. Die Kellerei wird von 80 Genossen neu begründet und konsolidiert so einen Status einer der schönsten Firmen in der Welt der italienischen Önologie.
In den 60’er und 70’iger Jahren schreitet die Expansion der eigenen Märkte weiter voran. 1989 wurde beschlossen noch mehr als zuvor auf die Qualität zu setzen. Das war die Geburtsstunde  der neuen Produktlinie mit dem Namen „Domini Veneti“. Als Erinnerung an den venezianischen Ursprung des Terrains auf dem die Reben angepflanzt wurden. Diese Produktlinie war für die Restauration gedacht, mit den gleichen Chancen wie die Weine von anderen privaten Winzern, die zu diesem Zeitpunkt die Bezugsquelle für Weine von hohem Anspruch waren. Dies war der Beginn eines Weges der sich als äußerst glücklich herausstellte, erst Recht als im Jahr 2004 dem Recioto „Vigneti di Moron – Domini Veneti 2001“ als erster Recioto einer Genossenschaftskellerei drei Gläser des Gambero Rosso verliehen wurden.